In der Forstwirtschaft werden beim Fällen von Bäumen oft Hochstubben hinterlassen. Ein Hochstubb ist der obere Teil des Baumstammes, der nach dem Fällen stehen bleibt – meist 3 bis 5 Meter über dem Boden. Anders als ein normaler Stumpf, der bodennah liegt, bleibt ein Hochstubben viele Jahre lang als Struktur im Wald erhalten.
Hochstubben fördern die Artenvielfalt. Wenn das Holz abstirbt und zerfällt, entsteht neuer Lebensraum für viele Arten. Insekten – besonders Käfer – fühlen sich dort wohl, ebenso Spechte, die leichter Löcher in absterbende Stämme hacken können als in gesunde. Auch Pilze und Flechten besiedeln das tote Holz und sind ein wichtiger Teil des natürlichen Kreislaufs der Zersetzung.
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